Cannabis Luftfeuchtigkeit richtig einstellen

Cannabis Luftfeuchtigkeit richtig einstellen

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Die Cannabis Luftfeuchtigkeit ist einer der wichtigsten Parameter im Indoor Anbau. Sie beeinflusst das Wachstum, die Gesundheit und den späteren Ertrag deiner Cannabispflanzen maßgeblich. Wer Cannabis erfolgreich kultivieren möchte, sollte Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Growraum dauerhaft im optimalen Bereich halten. In diesem Leitfaden erfährst du alle entscheidenden Details – von der Keimung bis zur Trocknungsphase.

Cannabis Luftfeuchtigkeit beim Indoor Grow verstehen 

Beim Indoor Anbau von Cannabis kontrollierst du Klima, Beleuchtung, Lufttemperatur und sämtliche Bedingungen im Growzelt oder in der Growbox selbst. Genau hier spielt die relative Luftfeuchtigkeit eine zentrale Rolle. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen dem tatsächlich enthaltenen Wasserdampf in der Luft und der maximal möglichen Menge bei einer bestimmten Temperatur.

Die Fähigkeit deiner Pflanzen, Wasser und Nährstoffe aufzunehmen, hängt direkt von der Luftfeuchtigkeit ab. Ist die Umgebungsluft zu trocken, verdunsten Cannabispflanzen über ihre Blätter zu viel Feuchtigkeit, was wiederum ihr Wachstum hemmen kann. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hingegen verlangsamt die Nährstoffaufnahme und erhöht das Risiko für Schimmel.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit stehen dabei immer in enger Wechselwirkung. Warme Luft kann mehr Wasserdampf speichern als kalte Luft. Sinkt die Lufttemperatur, steigt automatisch die relative Luftfeuchtigkeit, selbst wenn kein zusätzliches Wasser in die Umgebung gelangt. Deshalb müssen im Grow Room beide Parameter stets gemeinsam betrachtet werden.

Optimale Cannabis Luftfeuchtigkeit in jeder Phase

Der Anbau von Cannabis verläuft in mehreren Phasen, und jede Phase stellt unterschiedliche Anforderungen an das Klima im Zuchtraum. Während der Keimung benötigen die jungen Pflanzen eine hohe Luftfeuchtigkeit im Bereich von etwa 65 bis 75 Prozent. In dieser frühen Entwicklung unterstützt die Feuchtigkeit das Anwachsen der Wurzeln und stabilisiert das empfindliche Gewebe.

Für ein kräftiges und gleichmäßiges Cannabis-Wachstum ist in der Wachstumsphase eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 70 Prozent ideal, am besten kombiniert mit einer Temperatur von etwa 24 °C. Unter diesen Bedingungen kann die Luft ausreichend Wasserdampf aufnehmen, ohne dass sich Feuchtigkeit auf Blättern oder im Substrat niederschlägt. So bleibt das Mikroklima im Gleichgewicht und die Pflanzen können ohne Stress gesund heranwachsen.

Mit Beginn der Blütephase verändert sich die Situation deutlich, da die Blüten dichter und somit anfälliger für Schimmel und Mehltau werden. Daher sollte die Luftfeuchtigkeit auf etwa 40 bis 50 Prozent gesenkt werden. In den Wochen vor der Ernte empfiehlt sich sogar ein Bereich zwischen 30 und 40 Prozent, um Schimmelbildung zuverlässig zu vermeiden und die Qualität der Ernte zu sichern.

In der anschließenden Trocknungsphase liegt der optimale Bereich meist zwischen 45 und 55 Prozent bei moderater Lufttemperatur. Zu niedrige Luftfeuchtigkeit führt dazu, dass die Blüten zu schnell trocknen und an Aroma verlieren, während zu hohe Feuchtigkeit Schimmel begünstigt.

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Hohe Luftfeuchtigkeit vs. niedrige Luftfeuchtigkeit 

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit verlangsamt die Verdunstung über die Blätter. Dadurch wird weniger Wasser aus dem Substrat nachgezogen, was wiederum die Aufnahme von Nährstoffen reduziert. Langfristig kann das zu Wachstumsproblemen führen.

Eine zu trockene Umgebungsluft beschleunigt die Verdunstung der Pflanzen, wodurch ihr Wasserbedarf sprunghaft ansteigt. Das Problem dabei: Mit dem zusätzlichen Wasser aus dem Substrat gelangen auch mehr Nährstoffe in das System. Ist die Erde zu stark gedüngt, kommt es durch diese übermäßige Aufnahme zum Nährstoffbrand. Die Folge sind verbrannte Blattspitzen und ein gestörtes Wachstum, da die Pflanze die hohe salzkonzentration in ihrem Gewebe nicht mehr verarbeiten kann.

Der Unterschied zwischen beiden Extremen zeigt nochmal wie wichtig eine stabile Luftfeuchtigkeit in deinem Growraum ist. 

Luftfeuchtigkeit erhöhen oder senken im Growraum

Wenn die Luft in deinem Growzelt zu trocken ist, kannst du sie ganz einfach durch einen Luftbefeuchter regulieren. Alternativ kannst du auch Wasserschalen oder offene Wasserbehälter in dein Growzelt stellen, um den Anteil an Wasserdampf in der Luft zu erhöhen. 

Wenn du die Luftfeuchtigkeit wiederum senken willst, musst du für eiine aktive Luftzirkulation und einen starken Abzug sorgen. Durch den Einsatz von Ventialoten in Kombination mit einer leistungsstarken Abluft wird die überschüssige Feuchtigkeit konsequent aus der Box oder dem Zelt transportiert.. Durch den kontinuierlichen Luftaustausch wird so überschüssige Feuchtigkeit abgeführt.

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Einfluss von Temperatur und Beleuchtung

Beim Indoor-Grow hängen Licht und Klima eng zusammen. Deine Lampen erwärmen die Luft, wodurch diese wie ein Speicher für Feuchtigkeit wirkt. Je wärmer es ist, desto mehr Wasserdampf passt in diesen Speicher. Sinkt die Temperatur nachts ab, wird dieser Speicherplatz kleiner, und die Luftfeuchtigkeit steigt rapide an. Deshalb ist es so wichtig, beide Werte immer als Team zu betrachten. Wer hier die Kontrolle behält und für konstante Bedingungen bei der Luftfeuchtigkeit und Temperatur sorgt, schafft die Basis für reibungsloses Wachstum und reduziert das Risiko von Schimmel. 

Wie viel relative Luftfeuchtigkeit braucht Cannabis?

Die benötigten Werte hängen stark von der jeweiligen Phase ab. So sind während der Keimung hohe Werte zwischen 65 und 75 Prozent ideal, während sich dieser Bedarf in der Wachstumsphase auf einen Bereich zwischen 50 und 70 Prozent einpendelt. Sobald die Blüte beginnt, sollte die relative Luftfeuchtigkeit auf etwa 40 bis 50 Prozent gesenkt werden, bis schließlich kurz vor der Ernte Werte von 30 bis 40 Prozent empfehlenswert sind.  

Sind 70 % Luftfeuchtigkeit zu hoch für Cannabis?

Ob 70 Prozent zu hoch sind, hängt von der Phase ab. In der Wachstumsphase können 70 Prozent noch im akzeptablen Bereich liegen. In der Blütephase jedoch erhöhen 70 Prozent deutlich das Risiko für Schimmelbildung und sollten daher vermieden werden.

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Welche Luftfeuchtigkeit ist nachts ideal für Cannabis?

Nachts darf die relative Luftfeuchtigkeit leicht höher sein als tagsüber, da die Lufttemperatur sinkt. Eine Steigerung von etwa fünf Prozent ist unproblematisch. In der Blütephase sollte der Wert jedoch auch nachts möglichst unter 50 Prozent bleiben, um Schimmel zu verhindern.

Fazit

Die Luftfeuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für erfolgreiches Cannabis Wachstum im Indoor Anbau. Sie beeinflusst die Gesundheit der Pflanzen, die Nährstoffaufnahme, die Entwicklung der Blüten und letztlich den Ertrag. Wer Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Umgebung sorgfältig abstimmt, schafft optimale Bedingungen für einen qualitativ hochwertigen Cannabisanbau. Mit einem kontrollierten Klima im Growraum oder in der Growbox lässt sich zudem das Risiko für Schimmel und Mehltau deutlich reduzieren. Gleichzeitig wird das Pflanzenwachstum stabilisiert und die Qualität der Ernte nachhaltig verbessert.