Budrot erkennen: Cannabis Blütenfäule vermeiden

Budrot erkennen: Cannabis Blütenfäule vermeiden

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Budrot ist eines der größten Probleme beim Cannabis Anbau und kann gesunde Blüten innerhalb kurzer Zeit unbrauchbar machen. Besonders in der Blütephase oder beim Trocknen steigt das Risiko für Schimmelbefall. In diesem Beitrag erfährst du, wie du Budrot erkennen, vorbeugen und richtig damit umgehen kannst.

Budrot erkennen: Was ist Cannabis Blütenfäule?

Budrot, auch Blütenfäule genannt, ist eine Pilzinfektion, die Cannabisblüten von innen heraus zerstört. Ausgelöst wird sie meist durch “Botrytis cinerea”, der auch als Grauschimmel bekannt ist. 

Das Problem: Von außen sehen Cannabis Buds manchmal noch relativ normal aus, während im Inneren bereits Schimmelbildung stattfindet. Gerade dichte, kompakte Blüten sind anfällig, weil dort Feuchtigkeit schlechter entweichen kann. Wenn hohe Luftfeuchtigkeit und stehende Luft zusammenkommen, entsteht eine ideale Umgebung für Schimmelsporen.

Budrot erkennen: Typische Anzeichen

Budrot zu erkennen ist nicht immer einfach. Deshalb sind regelmäßige Inspektionen während der Blütephase besonders wichtig. Wer seine Pflanzen täglich kontrolliert, entdeckt Veränderungen meist früher. 

Typische Anzeichen für Budrot sind:

  • einzelne braune, graue oder beige Stellen in eigentlich grünen Blüten
  • welke oder abgestorbene Zuckerblätter, die sich leicht herausziehen lassen
  • matschige, weiche oder ungewöhnlich trockene Bereiche im Bud
  • grauer, weißer oder bräunlicher Schimmel im Inneren der Blüte
  • muffiger, modriger oder fauliger Geruch
  • plötzliche Verfärbungen ohne klare Ursache
  • einzelne Buds, die schneller altern als der Rest der Pflanze

Wie riecht Budrot?

Budrot riecht meist muffig, modrig, feucht oder faulig. Der Geruch unterscheidet sich deutlich vom normalen Cannabis Aroma. Während gesunde Blüten je nach Sorte fruchtig, würzig, erdig, süß oder gasy riechen können, wirkt Budrot eher unangenehm und abgestanden.

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Hauptursachen für Budrot beim Indoor- und Outdoor Anbau

Blütenfäule entsteht primär durch unzureichende Luftzirkulation und extreme Temperaturschwankungen. Da die Pflanzen ständig Wasser über ihre Blätter verdunsten, steigt die Luftfeuchtigkeit im Anbauraum ohne ein gutes Abluftsystem schnell an und erreicht Werte von über 60 %, was wiederum Schimmelpilze anziehen kann. Fällt die Temperatur in der Nacht von etwa 25 °C auf unter 18 °C, kommt es zur Kondensation, da kalte Luft weniger Feuchtigkeit aufnehmen kann. Das Wasser schlägt sich daraufhin als feiner Film im Inneren der Blüten nieder. Deshalb ist ein Abluftsystem beim Indoor Grow absolut essenziell.  

Beim Outdoor Anbau wird diese Feuchtigkeitsansammlung durch Regenschauer oder nächtlichen Tau hervorgerufen, da stehendes Wasser auf den Blüten die Ansiedlung von Pilzsporen begünstigt. Wie resistent eine Pflanze gegen diesen Prozess ist, hängt zudem von ihrer Genetik ab. Die dichten Indica-Sorten halten die Nässe im Inneren fest, während die offene und lockere Struktur von Sativa-Sorten für eine natürliche Belüftung sorgt, die das Risiko minimiert.   

Schritt-für-Schritt-Anleitung bei Budrot-Befall

Schritt 1: Befallene Stelle genau prüfen

Kontrolliere den betroffenen Bud vorsichtig. Öffne ihn nicht direkt über gesunden Blüten, damit keine Schimmelsporen auf andere Stellen fallen.

Schritt 2: Befall großzügig entfernen

Schneide befallene Blüten großzügig heraus. Entferne nicht nur die sichtbare Stelle, sondern auch etwas umliegendes Pflanzengewebe. Nutze saubere Tools und desinfiziere sie danach.

Schritt 3: Befall nicht konsumieren

Schimmlige Cannabisblüten gehören entsorgt. Sie sollten nicht geraucht, verdampft, extrahiert oder weiterverarbeitet werden.

Schritt 4: Klima sofort verbessern

Senke die Luftfeuchtigkeit und verbessere die Belüftung.

Schritt 5: Restliche Pflanze kontrollieren

Prüfe alle Buds gründlich, besonders dichte und schlecht belüftete Bereiche.

Schritt 6: Erntezeit neu bewerten

Wenn der Befall kurz vor der Ernte auftritt, kann eine frühere Ernte sinnvoll sein.

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Kann man Budrot behandeln?

Budrot lässt sich an bereits befallenen Blüten nicht wirklich behandeln. Wenn der Schimmel im Pflanzengewebe sitzt, kann man die betroffene Stelle nicht einfach reinigen oder retten. Die einzig sinnvolle Maßnahme ist das Entfernen und Entsorgen befallener Bereiche.

Budrot früh erkennen und konsequent handeln

Budrot ist ein ernstes Problem beim Cannabis Anbau, besonders in der Blütephase und beim Trocknen. Die Cannabis Blütenfäule entsteht meist durch Botrytis cinerea und breitet sich oft im Inneren der Buds aus. Deshalb sind regelmäßige Kontrolle, gutes Klima und saubere Pflanzenpflege entscheidend.

FAQ

Was ist Budrot?

Budrot ist eine Pilzinfektion an Cannabisblüten, die durch Botrytis cinerea verursacht wird. Der Pilz befällt das Pflanzengewebe und breitet sich häufig im Inneren dichter Buds in der Blütephase aus.

Wie erkenne ich Schimmel an den Buds?

Schimmel an Buds erkennst du an grauen, weißen, braunen oder pelzigen Stellen, muffigem Geruch, weichen Bereichen und abgestorbenen Zuckerblättern.

Wie riecht Budrot?

Budrot riecht meist muffig, modrig, feucht oder faulig. Der Geruch erinnert oft an nassen Keller, altes Heu oder verrottendes Pflanzenmaterial.