Hanfpflanze im Garten: Outdoor-Anbau erklärt

Hanfpflanze im Garten: Outdoor-Anbau erklärt

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Du träumst davon, morgens in den Garten zu gehen und deiner eigenen Hanfpflanze beim Wachsen zuzusehen? Damit dein Outdoor-Anbau gelingt, klären wir zunächst, ob das rechtlich überhaupt erlaubt ist und welcher Standort sich dafür am besten eignet. Anschließend helfen wir dir bei der Wahl zwischen photoperiodischen Samen und Autoflowering-Sorten. Du lernst selbstverständlich auch wie die richtige Balance aus Wasser und Nährstoffen zu einer vitalen Pflanze beitragen. So bist du bestens vorbereitet, wenn am Ende des Sommers die lang ersehnte Erntezeit vor der Tür steht.

Hanfpflanze im Garten anbauen: Das solltest du wissen

Cannabis gehört zur Familie der Cannabaceae. Die Pflanzengattung Cannabis umfasst verschiedene Ausprägungen, darunter Cannabis sativa, Cannabis indica und hybride Sorten. Während die eine sehr groß und ausladend wächst, bleibt die andere eher kompakt und robust. In den meisten Gärten landen heute jedoch sogenannte Hybride. Das sind moderne Mischformen, bei denen die besten Eigenschaften von Sativa und Indica gezielt zusammengebracht wurden, damit du beim Anbau die perfekte Balance hast.

Das Tolle am Outdoor Anbau ist: Die Natur nimmt dir die meiste Arbeit ab. Echtes Sonnenlicht, frische Luft und der regelmäßige Regen lassen deine Pflanzen viel kräftiger wachsen und sorgen am Ende für eine deutlich üppigere Ertne als jeder Indoor-Raum.

Ist eine Hanfpflanze im Garten erlaubt?

Ja, seit der Legalisierung am 1. April 2024 darf jede volljährige Person im Haushalt bis zu drei blühende, weibliche Pflanzen im eigenen Garten kultivieren. Bei zwei Erwachsenen auf demselben Grundstück bedeutet das beispielsweise, dass gemeinschaftlich bis zu sechs Pflanzen legal sind, solange die Ernte nicht an andere weitergegeben wird. Das Cannabisgesetz besagt zudem, dass du nicht an einem offenen Zaun, an öffentlichen Gehwegen oder in frei zugänglichen Innenhöfen und Vorgärten anbauen darfst. Du musst deinen Garten so absichern, dass weder fremde Kinder noch Nachbarn oder Passanten an die Pflanzen herankommen. 

Der richtige Dünger für jede Wachstumsphase

Ob Stickstoff in der Wachstumsphase oder Phosphor und Kalium in der Blüte - mit dem richtigen Dünger holst du das Maximum aus deiner Outdoor-Ernte.

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Der richtige Standort für den Anbau von Cannabis Outdoor

Der Standort ist einer der wichtigsten Faktoren beim Cannabis Outdoor Anbau. Damit deine Hanfpflanze ihr volles Potenzial entfalten kann, benötigt sie viel direktes Sonnenlicht, idealerweise mehrere Stunden pro Tag.

Auch der Boden spielt eine wichtige Rolle. Cannabis Pflanzen bevorzugen eine lockere, gut durchlüftete und nährstoffreiche Erde, die den Wurzeln genügend Nahrung bietet. Ganz wichtig ist hierbei eine hervorragende Drainage. Das Wasser muss jederzeit gut abfließen können, denn Staunässe verträgt die Pflanze überhaupt nicht und sollte daher unbedingt vermieden werden. 

Photoperiodische oder Autoflowering Sorten?

Photoperiodische Pflanzen bieten dir eine enorme Flexibilität, da sie Fehler beim Gießen oder Düngen extrem gut verzeihen. Sie bleiben nämlich so lange in der Wachstumsphase, wie sie ausreichend Licht bekommen, wodurch du kleine Patzer ganz entspannt ausbügeln kannst. Sie brauchen zwar insgesamt länger zum Wachsen, belohnen dich aber mit deutlich größeren Pflanzen und einer üppigen Ernte. 

Wenn du es unkompliziert magst, dann könnten Autoflowerin-Samen etwas für dich sein. Diese Pflanzen stammen von Cannabis Ruderalis aus Sibirien ab, die sich an kurze Sommer anpassen musste und deshalb ganz unabhängig von den Lichtstunden nach rund drei bis vier Wochen von alleine zu blühen beginnt. Das bringt den großen Vorteil, dass deine Ernte schon in den sonnigen Hochsommer fällt und du dem feuchten Herbstwetter samt seiner lästigen Schimmelgefahr clever aus dem Weg gehst. Ein weiterer Pluspunkt ist ihre überschaubare Größe von meist 60 bis 120 Zentimetern, wodurch sie wunderbar buschig bleiben und sich ideal auf dem Balkon oder in einer unauffälligen Gartenecke verstecken lassen.

Männliche und weibliche Pflanzen erkennen

Beim Cannabisanbau ist es wichtig, männliche und weibliche Pflanzen unterscheiden zu können, da nur die weiblichen Pflanzen die begehrten Buds bilden. Männliche Pflanzen hingegen produzieren nur Pollen. Wenn sie die weiblichen Pflanzen bestäuben, wird die gesamte Ernte beeinträchtigt, da die weiblichen Pflanzen ihre Energie dann in die Samenproduktion statt in die Entwicklung von harzreichen Blüten stecken.

Nach etwa drei bis sechs Wochen, wenn die Pflanze sich also im vegetativen Wachstum befindet, lässt sich das Geschlecht an den Verzweigungen zwischen Hauptstamm und Ästen erkennen. Weibliche Pflanzen bilder an dieser Stelle kleine Kelche mit feinen, weißen Härchen. Die männlichen Pflanzen entwickeln dort kleine, runde Pollensäcke. Sobald diese erkennbar sind, musst du die männlichen Pflanzen aussortieren. Wenn du dir diese Arbeit aber sparen möchtest, kannst du dir auch einfach feminisierte Samen holen, da diese mit einer 99% Wahrscheinlichkeit weibliche Pflanzen hervorbringen.

So pflegst du deine Cannabis Pflanzen in der Wachstums- und Blütephase 

Sobald die Keimung abgeschlossen ist, die Pflanze sichtbar heranwächst und die ersten echten Blätter ausbildet, befindet sie sich offiziell in der Wachstumsphase. In diesem Stadium gießt du sie am besten alle 1 bis 3 Tage. Wenn sie sich in der Hochphase ihres Wachstums befindet, wirst du merken, dass sie deutlich durstiger wird. Hier kannst du dich an etwa einem Liter Wasser alle 2 bis 3 Tage orientieren. Gleichzeitig ist eine wöchentliche Düngung wichtig mit einem hohen Stickstoff-Anteil wichtig, damit die Entwicklung eines kräftigen Blattwerks unterstützt wird. 

Mit dem Übergang in die Blütephase ändert allerdings sich der Bedarf deiner Pflanzen. Der Wasserverbrauch schießt massiv in die Höhe, sodass sich die Abstände zu Beginn der Blütezeit auf alle 1 bis 2 Tage verkürzen. In der Hochphase der Blüte musst du sogar täglich zur Gießkanne greifen. Bei der Nährstoffzugabe musst du jetzt weniger Stickstoff, sondern primär Dünger mit hohen Mengen an Phosphor und Kalium dazugeben, um die Pflanze bei der Produktion dichter Buds zu unterstützen.

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Erntezeit: Wann ist Cannabis im Garten erntereif?

Zwischen Mitte September und Mitte November bricht endlich die Zeit an, in der sich die monatelange Pflege endlich bezahlt macht. Sobald sich die Trichome (Harzkristalle) nämlich milchig verfärben oder leicht ins Bräunliche gehen, ist die Pflanze bereit für die Ernte. 

Schneide hierbei die einzelnen Äste behutsam mit einer Gartenschere ab, befreie sie von den größten Blättern und Stielen und hänge die Zweige anschließend in einem dunklen Raum  kopfüber zum Trocknen an einem Wäscheständer auf. Halte unbedingt ausreichend Abstand zwischen den Ästen ein, damit sich keine Feuchtigkeit anstaut und Schimmel bildet.

Der Trocknungsprozess dauert in etwa 7 bis 14 Tage. Anschließend musst du die Pflanzen nur noch Trimmen und Aushärten, damit du sie mehr als ein Jahr lagern kannst.

Hanfpflanze im Garten mit Planung anbauen

Eine Hanfpflanze im Garten kann eine schöne und natürliche Möglichkeit sein, Cannabis im Eigenanbau kennenzulernen. Wichtig ist jedoch, nicht einfach blind loszulegen. Gesetzeslage, Zugriffsschutz, Geruch, Wetter, Blütezeit und Sortenwahl sollten vorher bedacht werden.

FAQ

Ist eine Hanfpflanze im Garten erlaubt?

Ja, für Erwachsene ist der private Eigenanbau von bis zu drei Cannabispflanzen zum Eigenkonsum in Deutschland erlaubt, sofern die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Wie stark riecht eine Cannabispflanze im Garten?

Eine Cannabispflanze kann vor allem während der Blütezeit deutlich riechen. Besonders aromatische Sorten können auch über mehrere Meter wahrnehmbar sein. Wir empfehlen daher die Verwendung eines Aktivkohlefilters beim Anbau von Hanf.

Ist eine Hanfpflanze winterhart?

Nein, Cannabis ist in Deutschland normalerweise nicht winterhart. Die Pflanze ist einjährig und wird nach der Blüte im Herbst geerntet.