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Hanf düngen: Die wichtigsten Infos im Überblick

Jun 09, 2024

Unerfahrene Grower stellen sich oft die Frage, wann sie anfangen sollten, ihre Pflanzen zu düngen. Dies hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Anbaumethode, der gewählten Sorte und der Phase, in der sich die Pflanzen befinden. Um also etwas Licht in die Sache zu bringen, erfährst du in diesem Beitrag, welche Nährstoffe deine Pflanze braucht, wann man mit der Verwendung von Düngemitteln bei Cannabis beginnen sollte und welcher Dünger sich dafür am besten eignet. 


Wichtige Nährstoffe, die Cannabis Pflanzen benötigen

Es ist wichtig, Cannabispflanzen mit den richtigen Nährstoffen zu versorgen, damit sie gut wachsen und eine hohe Ernte sowie Qualität erreichen. Wenn du keinen Dünger verwendest, können die Pflanzen unter Nährstoffmangel leiden, was zu schlechtem Wachstum, unzureichender Knospenentwicklung und minderwertigen Ernten führt. Zudem sind gut gedüngte Pflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten. Für ein erfolgreiches Wachstum benötigt eine Cannabis-Pflanze vor allem drei Hauptnährstoffe, die als Makronährstoffe bezeichnet werden: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K).


Stickstoff ist verantwortlich für die Bildung von Chlorophyll, weshalb es das Wachstum der Pflanze fördert. Phosphor unterstützt die Entwicklung des Wurzelsystems, die Blütenbildung und die Produktion von Samen. Kalium stärkt die Zellstruktur, unterstützt den Stoffwechsel und hilft der Pflanze, Wasser effizienter zu nutzen. Zusätzlich benötigt die Cannabispflanze auch andere essenzielle Mikronährstoffe wie Kalzium, Magnesium, Schwefel, Eisen, Zink, Mangan und Bor. Diese Mikronährstoffe spielen eine wichtige Rolle bei verschiedenen physiologischen Prozessen in der Pflanze, einschließlich der Photosynthese, der Wasseraufnahme und der Regulation des pH-Werts.

Organischer Dünger

In der Regel gibt es drei verschiedene Arten von Cannabis-Dünger: chemischen, organischen und hybriden. Jede Art hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Organische Düngemittel oder Bio-Dünger zum Beispiel werden aus natürlichen Quellen gewonnen und sind reich an organischen Stoffen. Sie setzen die Nährstoffe langsam frei, während sie sich zersetzen, und bieten so eine gleichmäßige und nachhaltige Nährstoffquelle für deine Pflanzen. Viele Züchter bevorzugen diese Düngemittel, weil sie die Bodenstruktur verbessern und so die allgemeine Pflanzengesundheit fördern. Zudem sind sie viel schonender als chemische Düngemittel.

Chemischer Dünger

Chemische oder mineralische Dünger hingegen werden nicht aus natürlichen Elementen hergestellt. Allerdings weisen diese Dünger ein präzises Nährstoffverhältnis auf und werden schnell von den Pflanzen aufgenommen, weshalb sie auch oft in flüssiger Form zu kaufen sind. Aufgrund der schnellen Aufnahme durch die Pflanzen besteht hier wiederum ein erhöhtes Risiko für Überdüngung bei der Verwendung dieses Düngemittels.

Hybrid Dünger

Hybrid-Dünger sind die perfekte Mischung aus chemischem und organischem Dünger, da sie die Vorteile beider Produkte vereinen. Sie nutzen eine organische Basis, um den gewünschten Nährstoffgehalt des Bodens zu gewährleisten, und werden durch chemische Komponenten ergänzt, um ein schnelles Wachstum der Pflanze zu fördern.

Düngen in der Wachstumsphase

Das Düngen in der Keimlings- und Stecklingsphase sollte auf jeden Fall vermieden werden, da die Cannabispflanze in diesem frühen Stadium sehr empfindlich ist und für ihr Wachstum in der Regel nur Wasser benötigt. Eine Überdüngung in dieser Phase kann das Wachstum behindern und der Pflanze schaden. In der Wachstumsphase benötigen die Pflanzen hingegen eine erhöhte Menge an Stickstoff, die jedoch schrittweise zugeführt werden sollte. Das Verhältnis von Stickstoff, Phosphor und Kalium (N-P-K) im Dünger verändert sich stets.


So düngt man seine Pflanzen in der ersten Woche der Wachstumsphase mit einem 2:1:2 Verhältnis, also 2 Teile Stickstoff, 1 Teil Phosphor und 2 Teile Kalium. Diese leichte Düngung hilft der Pflanze, sich an die Nährstoffzufuhr zu gewöhnen und Nährstoffbrand zu vermeiden. Etwa 6 Wochen nach der Keimung erhöhen die meisten Züchter die Nährstoffzufuhr deutlich, indem sie einen Dünger im Verhältnis 10:5:7 verwenden, um ein starkes, gesundes Blattwerk zu fördern. Es ist ratsam, die Stickstoffzufuhr gegen Ende der Wachstumsphase zu reduzieren und die Pflanzen auf die Umstellung auf den Blütendünger vorzubereiten. Wir empfehlen dir daher in der letzten Woche der Wachstumsphase einen 7:7:7-Dünger zu verwenden.

Düngen in der Blütephase

Sobald die ersten Knospen erscheinen, ist es ratsam, auf einen Blütendünger umzusteigen, der einen höheren Anteil an Phosphor und Kalium enthält. Zu Beginn der Blüte solltest du einen Dünger mit einem Verhältnis von 5 Teilen Stickstoff, 7 Teilen Phosphor und 10 Teilen Kalium verwenden. In der Mitte der Blütephase erhöhen die meisten Anbauer die Nährstoffzufuhr, wobei der Kaliumwert stets höher als der Rest gehalten wird, und verwenden eine Nährstofflösung im Verhältnis von 6:10:15. Gegen Ende der Blütephase solltest du die Nährstoffzufuhr reduzieren, um einen reibungslosen Übergang zur Spülung vor der Ernte zu gewährleisten. Zu diesem Zeitpunkt ist es gängige Praxis, einen milderen Dünger mit einem NPK-Verhältnis von 4:7:10 zu verwenden.